Sonntag, 5. Juli 2015

Nuss-Hefezopf der Beste ;)



Als Kind waren wir oft in den Allgäuer Bergen unterwegs. Und wenn wir uns abends dann in die kleine Holzküche setzten und brav mit den Köpfen wippten, weil wir, müde vom vielen Laufen, unsere Beine kaum noch spürten, dann gab es nur noch eines, weswegen wir noch nicht halbtot ins Bett gefallen waren: DER Nusszopf!

Und damit meine ich nicht den Nusszopf sondern DEN Nusszopf.
DEN Nusszopf den die liebe Christine da vor uns auf den Tisch stellte, verlegen lächelnd, als wäre dieses Etwas völlig überschätzt, zu Unrecht!

Nach jahrelangen erfolglosen Versuchen den Zopf nachzubacken raffte ich also letzten Sommer all meinen Mut zusammen und fuhr ins Allgäu. Vorbei an frisch gemähten Wiesen und Feldern, vorbei an Bergen und Tälern, direkt zur Christine.

Kaum angekommen, wurde ich bestätigt, dass sich die Reise gelohnt hat.





Und nun teile ich es, das Geheimnis der Geheimnisse: DER Nusshefezopf:



Zubereitungszeit: 10-15 min
Wartezeit: 30 min
Backzeit: ca. 30 min



Zutaten:

Für den Hefeteig:

500 g Mehl
80 g Zucker
1/2 TL Salz
1Würfel Hefe
250 ml lauwarme Milch
1 Ei
100 g weiche Butter



Für die Füllung:

200 g Nüsse (Haselnüsse/Mandeln gemahlen)
1/2 Tasse Sahne
3 EL Zucker
2 EL Kakao
1 TL Zimt
1 Ei

Für die Füllung: Alle Zutaten miteinander verrühren. Die Masse sollte feucht, aber nicht nass sein. Man sollte sie gut verstreichen können.


Für den Hefeteig:
Mehl,  Zucker, zerbröselte Hefe und Salz in eine Schüssel geben. Die lauwarme Milch und das Ei zufügen und vermengen. Zuletzt die Butter hinzugeben (da sich sonst ihre Fett-Teilchen an die Hefe-Teilchen setzen uns diese nicht arbeiten können --> der Teig würde dann nicht aufgehen können) und den Teig glatt kneten.

Den Teig zu einer Kugel formen und zugedeckt 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.


Den Teig zu einem Rechteck ausrollen und mit der Nussmasse bestreichen.
Anschließend den Teig  auf ein mit  Backpapier ausgelegtes Backblech setzen und von einer Seite her aufrollen, sodass eine lange Nussrolle entsteht.
Diese nun mit einem scharfen Messer in der Mitte der Rolle ansetzen und durchschneiden, den linken Teil nun über den rechten schieben und den Rechten unter dem linken Teil durch, sodass sich eine Art Kordel- Geflecht bildet. Jeweils die Enden nach unten hin schließen.

Ihr könnt aber den Zopf aber euch 3 mal durchschneiden und dann Flechten, oder ihr probiert was neues aus, und lasst eurer Fantasie freien Lauf!


Im Ofen ca. 25-30 Minuten bei 200°C backen.

Et Voila: bon apettit !

Johannisbeerkuchen mit Baiserhaube

Schwäbisch: Träubleskuacha



Ob im Schwobaländle als Träuble, in der Schweiz als Meertrübeli oder Trübeli, in Norddeutschland als Ahlbeere, in der Pfalz und Südhessen als Kanstraube bzw. Gehonstraube, oder in Bayern, Österreich und Südtirol Ribisel genannt, Johannisbeeren kennen sie alle.

Und nicht ohne Grund, denn Johannisbeeren sind eine Wucht !
Und der folgende Johannisbeerkuchen ist es ebenfalls.
Nicht aufwändig, und doch raffiniert: Mit seinem feinem Mürbteigboden, den fruchtig-säuerlichen Johannisbeeren und der süßen Baiserkruste genau das Richtige für ein Fest im Grünen, eine Geburtstagsfeier oder eine Taufe. Er schmeckt Groß und Klein und sieht auch noch unverschämt gut aus !

Viel Spaß damit, und ein fröhliches Backen!


Zubereitungszeit: 30 min.
Backzeit: 60 Min
Zutaten für eine Springform mit 24-28cmZutaten:

Für den Mürbteig:

150 g Mehl
75 g Zucker
125 g Butter und etwas Butter für die Form
1 Eigelb




für den Belag:

ca. 750g Johannisbeeren (1,5-2 Schälchen)
6 Eiweiß
1 Prise Salz
200 g Zucker

Eine Hand voll gehackte Mandeln




1.
Eine Springform mit Butter einfetten und mit etwas Mehlstaub bemehlen,
den Backofen auf 180°C (Umluft 160°C) vorheizen.

2.
Für den Teig alle Zutaten miteinander verkneten oder mit dem Mixer vermengen, um anschließen den Boden der Springform damit auszulegen (bis zum oberen Formrand).

3.
Mehrmals mit der Gabel einstechen und im vorgeheizten Backofen ca. 15 Minuten vorbacken, bis er goldgelb ist.

4.
In der Zwischenzeit die Johannisbeeren waschen, von den Rispen lösen und abtrocknen lassen. Wenn der Boden fertig ist, aus dem Ofen nehmen und Ofen auf 160°C runterschalten (wenn man kurz die Ofentür aufmacht, kühlt der Ofen schneller ab).

5.
Einen Teil der Johannisbeeren gleichmäßig auf dem Boden verteilen.

6.
Das Eiweiß mit der Prise Salz steif schlagen. Den Zucker langsam einrießeln lassen und ca. 5 Minuten weiter rühren, so dass sich der Zucker auflöst. Etwa 1/3 von dem Eischnee zur Seite stellen, die restlichen Johannisbeeren unter den Eischnee heben und auf den Johannisbeeren auf dem Boden verteilen. Den Kuchen zurück in den Ofen schieben und bei 160°C weitere 30 Minuten backen.
Wenn der Kuchen zu dunkel wird, ihn einfach mit Alufolie abdecken.
 
7.
Den Kuchen anschließend aus dem Ofen nehmen und die Baisermasse mit dem Teigschaber darüber verteilen und mit Löffeln Spitzen ziehen oder den Baiserteig mit einem Spritzbeutel darauf spritzen.
Wer Möchte kann zusätzlich noch eine Hand voll gehackte Mandeln darüberstreuen.
8.
Den Ofen auf 150°C herunter schalten. Im Ofen weitere 15 Min. backen.

9.
Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und mit einem Messer am Rand der Form entlangfahren und den Kuchen vom Rand lösen. Springformrand aber noch dran lassen und Kuchen ca. 30 Minuten abkühlen lassen.

10.
Springformrand vorsichtig lösen und Kuchen mit einem Kuchenheber auf eine Tortenplatte setzen.


Et Voila: Bon appetit !